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Ein Lesbenabenteuer (2)
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Ein Lesbenabenteuer (2)
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Freitag, 31. August 2007

“O.C., California” – meine absolute Lieblingsserie – endet bald auch in Deutschland und natürlich frage ich mich: was kommt danach? Doch da nach meinem Tegan and Sara-Konzert meine Faszination für sich liebende Mädchen wieder entfacht wurde, ist die Antwort vielleicht in dieser Hinsicht die amerikanische Fernsehserie “South of Nowhere”.

South of Nowhere
© The N

In harten Schnitten und rockiger Musik wird dabei vorrangig die Geschichte der jungen Spencer erzählt, die mit ihrer christlichen Familie von Ohio nach Los Angeles zieht und sich schon bald mit der lesbischen Außenseiterin Ashley anfreundet. Das gefällt aber nicht jedem an der neuen Schule und so kämpfen die beiden und Spencers Brüder bald gegen gehässige Cheerleader, eifersüchtige Basketballspieler und dunkle Bandenmitglieder.

Die Serie des MTV-Tochtersenders The N schafft es mit der Präsentation viel realistischer zu sein als “The O.C.” und liegt wohl irgendwo zwischen “Laguna Beach” und dem Kinofilm “Dreizehn”. Lebensnah packt die halbstündige Show Themen wie Rassismus, Homosexualität und Jugendschwangerschaften an, bleibt ständig in Bewegung und überrascht mit tollen Wendungen, die bei jeder der bisher drei Staffeln unter einem bestimmten Motto stehen.

South of Nowhere
© The N

Ich habe nun ein paar Folgen der ersten Staffel angeschaut und bin besonders von der Hauptdarstellerin Gabrielle Christian angetan, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass sie mich absolut an die junge Amanda Bynes erinnert. Da kann man nur hoffen, dass MTV oder ProSieben mal auf die Idee kommen, diese tolle Serie auch nach Deutschland zu bringen. Verdient hätte es “South of Nowhere” allemal, zumal sie es in den U.S.A. mit ihrer Authentizität geschafft hat, viele jugendliche Homo- und Heterosexuelle zusammen zu bringen und so Vorurteile und Hass gegen gleichgeschlechtliche Liebe ein wenig mehr zu bekämpfen. Und das ist eine gute Sache, wie ich finde.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

1 Kommentar

  • Jenny sagt...

    Klingt gut. Nach der Veröffentlichung der vierten Staffel – die ohnehin schon zu kurz geraten ist, brauche auch was Neues. Zwar habe ich noch vor, die “Desperate Houswives”-DVDs zu holen, aber was Neues ist sicherlich nicht verkehrt.

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