Facebook | Twitter | Google+ | Tumblr | Last.fm | Pinterest | RSS
Freundschaften… (und Familie)
Foto:
Freundschaften… (und Familie)
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Mittwoch, 11. Juli 2007

Hannahs Kolumne: …sie kommen, sie gehen, aber nur wenige begleiten einen ein Leben lang. In der Grundschule hatte ich eine allerallerbeste Freundin. Wir haben alles zusammen gemacht, geteilt und redeten teilweise mit unseren süßen 7 Jahren schon über die Zukunft. Dann kam alles anders, wir mussten umziehen. Aus und vorbei war’s mit der besten Freundin. Die erste Zeit schrieb man sich Briefe, telefonierte, besuchte sich noch gegenseitig, aber dann kam man in die Pubertät, auf eine neue Schule, der Schmerz war größtenteils überwunden und man lernte neue Leute kennen. Dank www.studivz.net lief man sich dann wieder über den Weg und das ist doch super! Man kann mit ihr genauso quatschen wie damals, als wir noch kleine Hosenscheißer waren. Über alles und jeden, so als ob die 600 km uns nie getrennt hätten und die Zeit stehen geblieben wäre.

Friends

Neue Heimat, neue Freunde. Super, hätte ich nicht gedacht, dass ich so nette Menschen irgendwann mal zu meinem Freundeskreis zählen darf. Es sind die Art von Freunden, die immer für einen da sind, rund um die Uhr. Die Art von Freunden, die man mitten in der Nacht anruft, um sein Herz auszuschütten, die einen besoffen irgendwo abholen, wenn man nicht schlafen kann, wenn man Liebeskummer hat, man einen Autounfall hatte oder sonst was. Sie sind immer für einen da. Mit guten Freunden kann man auf die vergammeltste und bescheuertste Party überhaupt gehen und sie wird trotzdem noch super lustig. Man kann sich mit ihnen streiten, versöhnen und ihnen auch mal seine Meinung ins Gesicht sagen. Toll. Einzigartig. So welche Menschen muss einfach jeder um sich rum haben, dann geht es einem einfach besser. Sie sind ähnlich wie eine Familie und bedeuten mir wirklich viel.

Freundschaften muss man pflegen wie ein rohes Ei und darf ihnen nicht zu viel abverlangen, sonst gehen sie leider kaputt. Eine Freundschaft von mir mit jemandem ist zerbrochen, weil ich ihren Geburtstag vergessen habe. Ist ja auch nicht gerade die feine Englische Art, aber ich hab’s nicht so mit Geburtstagen und das war wirklich nicht böse gemeint. Mittlerweile ist sie umgezogen, wir haben uns noch immer nicht ausgesprochen und es herrscht einfach absolute funkstille. Leider. Aber vielleicht wird es ja so wie mit meiner Sandkastenfreundin und irgendwann läuft man sich über den Weg. Wer weiß das schon? Zu einer Freundschaft gehören auch die ganz kleinen Dinge im Leben. Anstatt lieber zu einer Party zu fahren, sich einfach mal am Ette hinsetzen, bis 4 Uhr morgens quatschen und sich von einem Fuchs die Schuhe klauen zu lassen, gehört einfach dazu. Genauso wie das Herumalbern oder das Vorglühen an (fast) jedem Freitagabend.

Leider sind wir jetzt in einem Alter wo es uns nicht immer leicht gemacht wird die Freundschaften beizubehalten. Die Schule ist rum, es geht zum Studieren in die Ferne, Ausbildung ist vorbei und es locken andere Arbeitsangebote in eine andere Gegend. Man telefoniert schon noch, aber weniger. Klar geht man noch weg, aber man kennt immer weniger Leute. Man trifft sich wieder, aber man hat sich auch teilweise verändert und muss sich erst wieder mal aneinander gewöhnen. Schneller treten Missverständnisse auf, noch schneller vergisst man Geburtstage… und all so was… so kleine Dinge machen einem das Leben ein wenig schwerer.

Ist aber dann mal Schluss mit dem Freund, das Studium abgebrochen, das Fernweh gestillt, kommt man wieder nach Hause zu seinen Freunden und sie sind noch immer für einen da. Vielleicht schätzen wir die Leute, die immer für uns da sind, nicht genug. Vielleicht sollten wir uns um sie ein bisschen mehr bemühen und sie nicht als eine Selbstverständlichkeit betrachten, weil unsere Freunde im Endeffekt immer wieder für uns da sind.

Folgt AMY&PINK jetzt auch auf Facebook und Twitter!

Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

16 Kommentare

  • hannah maria sagt...

    ohweeeeh du tust da immer fotos rein….tztz ;) hab die fäden draußen! tat garnich weh! und hab wieder schön schmerztabletten bekommen hihi

  • Marcel sagt...

    lol jaja schatzi, stehst bestimmt dauernd unter schmerztablettendrogen *g* erzähl uns mal was du so für farben riechen kannst ;)

  • hannah maria sagt...

    die sind echt gut die tabletten….hab jetzt wieder ne gaaaaanz neue packung 20stück sind da drin!!! ;))) ne, aber mal ohne witz ohne schmerztabletten wär das ganz schön doof….

  • Marcel sagt...

    nagut, hast mich überzeugt *g* schick mal eine rüber, will das Zeug auch mal ausprobieren ;)

  • Mark sagt...

    Ach, wie Recht die Hannah doch immer mit ihren Artikeln hat :)
    Gut geschrieben wie immer!

  • hannah maria sagt...

    ach danke mark…obwohl ich mich kein bisschen konzentrieren konnte(schmerzen waren da tabletten waren alle futschi)

    nen marcel ich gib keine ab hihi;)) und wenns vielleicht super gut läuft ab ich ab montag ne wohnung in münchen! schau mir am mo. eine an….hoffentlich wirds was. drückt mir die daumen!

  • René sagt...

    Hannah, warum hast du eigentlich keinen eigenen Blog? Ich mag deine “Geschichten” nämlich ziemmlich….

  • hannah maria sagt...

    nen eigenen? was würde denn dann marcel ohne mich machen? ;) nein spaß, kenn mich doch da garnich aus..und das ist schon gut so wies ist! …sonst ists so viel arbeit

  • Marten sagt...

    tja das mit den freundschaften und auch mit dem geburtstagemerken ist das immer so eine sache. das eine ist elmentar wichtig fürs eigene leben und das andere wird dann doch manchmal überbewertet. mein bester freund kann sich auch nie geburtstage merken. ich weiß es und nehm es ihm nicht übel, eben weil er mein freund ist.
    man muss seine freundschaften natürlich hegen und pflegen, aber rohe eier sollten das nicht sein. da läuft man gefahr irgendwann nicht mehr ehrlich genug zu einander zu sein.

  • Dominik sagt...

    Wieso eigenes Blog? Klar – Blogs sind schon state-of-the-art – aber Kolumnistin für ein Tage-/Themenbuch eines anderen ist doch x-Mal cooler als ein eigenes Blog, das heute schon jeder haben kann… oder?

    LG
    Dominik

  • Balu sagt...

    sehr gute Kollumne, hat mich zum Nachdenken angeregt.

  • Marijan sagt...

    Freundschaften muss man pflegen! Und man muss was investieren.
    Man muss auch geben und darf nicht nur nehmen. Wobei ich anmerken muss, dass ich eh mehr der Geber statt der Nehmer bin – und ich fühl’ mich gut damit.

    Übrigens, Hannah … einen Geburtstag zu vergessen ist kein Weltuntergang. Absolut menschlich. War dann wohl nicht DIE Freundschaft, wenn diese “Kleinigkeit” sie zum Einstürzen brachte. Eine sehr gute Freundin von mir hat meinen 18. verpennt … na und?! Hab sie trotzdem superlieb!

  • hannah maria sagt...

    hm mir ist das ja selber schon immer voll peinlich wenn ich immer die geburtstage von meinen freunden vergesse….ist schon blöd…..

    nen eigenen blog?? nene sowas kann ich doch garnich…nene lassen wir es lieber so wie es ist:)

    so ich geh jetzt baden!

  • hannah maria sagt...

    oweh ich fang schon an alles doppelt gemoppelt zu machen:D

  • Marten sagt...

    kein problem hannah, das macht auch sympathisch ^^
    und inzwischen find ich auch das du keinen eigenen blog brauchst. die vorfreude ist doch so viel schöner und du hast ja nachher eigentlich gar keine zeit mehr.

  • hannah maria sagt...

    haha ;)))

Schreibt uns eure Meinung

Kommentare per eMail abonnieren


© 2002 - 2011 by AMY&PINK. All rights reserved.