Veröffentlicht: Donnerstag, 19. April 2007
Es gibt Phasen im Leben, da kommt es einem so vor, als würde nichts vorwärts gehen. Als würde man still stehen, sogar absinken. Die Tage verrinnen, die Sonne geht auf, sie geht unter. Nichts hat sich verändert. Wieder und wieder. Doch wenn es dann vorwärts geht, dann Schlag auf Schlag. Dann, wenn die Erde sich weiter dreht, wenn die Ruhe vor dem Sturm vorbei ist.
Dieser April bringt Veränderungen mit sich. Für die einen schöne, für die anderen schlechte. Die Momente brechen über einen herein und plötzlich ist alles anders. Sie handeln von Abschied, von neuen Möglichkeiten, von Fehlern und ja, auch von Tod. Die Mutter eines sehr netten Kumpels wurde heute beerdigt. Sie starb am Wochenende an Krebs.
Abschied nehmen fällt uns schwer und doch begegnet uns dieser so oft im Leben. Auf verschiedenste Art und Weise. Meine bis vor kurzem noch sehr gute, aber immer noch liebgewonnene, Freundin Becca hat sich dazu entschlossen, schnellstmöglich nach Freiburg zu ziehen. Dort wird’s ihr besser gehen, glaubt sie. Glaube ich auch.
Und es tut mir leid, dass ich dir selten die Liebe und Zuneigung gezeigt habe, die du unzweifelhaft verdient hättest. Ich war ständig mit anderen Dingen beschäftigt, mit Dingen, an die man sich im Nachhinein nicht mal mehr erinnert. Ich werde dich vermissen. Unsere spontanen Aktionen, unsere Ofenkäseabende und die Spaziergänge auf unserer Route. Aber ich bin mir sicher, dass dieser Schritt super für dich und deine Zukunft ist. Ich bin stolz auf dich, dass du den Mut und die Kraft hast, etwas zu verändern. Diese Kraft habe ich anscheinend zu selten.
Aber aus plötzlichen Veränderungen kann man auch etwas lernen. Dass man sein Leben genießen soll, dass man jeden Moment wahrnehmen soll, dass man Dinge, die einen stören und einen bremsen, einfach ändern soll. Eigentlich eine alte Leier, denn tief im Herzen weiß das jeder. Nur Warten ändert nichts für dich. Und dann merkst du plötzlich, wie sich andere verändern und weiter entwickeln, während du noch immer rum sitzt. Also geht raus und verändert was! Verändert euer Leben, wenn es euch nervt! Und während ich gerne Tipps gebe, ohne sie selbst zu verfolgen, ist es diesmal anders. Ich werde jetzt mein Geschichtsstudienheft zur Hand nehmen, um mit diesem scheiß Abi endlich mal vorwärts zu kommen. Und was machst du?
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