Die sprichwörtliche Decke auf dem Kopf
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Die sprichwörtliche Decke auf dem Kopf
Marcel Winatschek  /  Donnerstag, 9. November 2006

Die nun langsam vergehende Woche war sicherlich nicht meine glorreichste. Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen, Ana und ich hatten immer mehr Streit (von dem luftig lockeren Sommerferienfeeling war nicht mehr viel zu spüren) und die Sache mit meinem Abi zog sich immer noch hin. Mein Tagesablauf glich einem Trauerspiel: Den Morgen ließ ich untätig vorbeuziehen, den ganzen Tag hockte ich vor’m ICQ und am Abend war ich dann müde vom Nichtstun. So konnte es nicht weitergehen. Zeit was zu ändern.

Gestern hatte ich wieder neuen Lebensmut gefasst und ich hatte viel vor. Als erstes musste ich raus. Alles war besser als zu Hause rumzuhocken, dachte ich mir. Den ganzen Tag schon gemacht, was so anstand und am Abend dann mollig warm eingepackt nach Türkheim zu Ana geradelt (was immerhin zwei Dörfer weit weg liegt), obwohl mein linker iPod-Kopfhörer kaputt ist. So konnte ich allerdings auch gleich versuchen, die Sache mit meiner besten Freundin mal wieder in den Griff zu bekommen. Und es wurde ein echt cooler Abend. Wir waren spazieren und einkaufen, ich hab mich mit Irilein angelegt, wir haben lecker gesunde Dinge in uns reingestopft und uns dann Sitcoms und diese Wissensshow auf Sat.1 angeschaut und Muse gehört. War echt erlösend mal wieder was ohne den Mief vom letzten Wochenende zu machen. Heute ist sie mit ihrer Klasse übrigens nach Bonn gefahren.

Und zum Schluss musste die Sache mit dem Abi geklärt werden, deshalb war ich heute gleich mal bei meiner Lieblingsagentur für Arbeit um da mal was in die Gänge zu bringen. Mal schaun, wie sich das entwickelt. Machen will ich’s auf jeden Fall, nur die Finanzierung ist momentan noch etwas unklar. Obwohl’s mir auch nichts ausmachen würde, das ganze mit einem kleinen 400-Euro-Job zu bezahlen, aber jetzt schau ma mal.

Sodala, das müsste für’s erste reichen, hoffentlich wird dieses Wochenende besser als das letzte. Bis denne.

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Über den Autor

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

1 Kommentar

  • Steffi sagt...

    Hei das klingt toll! Du scheinst dein Leben wieder in den Griff zu bekommen! Mach weiter so, den das Leben ändert sich nur wenn man es ändern will und es auch tut!(^_^)

    Antworten

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