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Die Nacht des Apfels
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Die Nacht des Apfels
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Montag, 7. August 2006

In der Apple-Welt war heute ab 17 Uhr Ausnahmezustand. Steve Jobs, seines Zeichens Apple-Chef, ist mit seiner fast schon anbetungswürdigen Keynote immer ein Wegweiser in der digitalen Welt. Mit Waffeln und Beck’s Green Lemon bewaffnet, starrte ich gebannt auf den Bildschirm. Spätnachmittags schalteten die großen Apple-Seiten auf den Live-Modus und um Punkt 18 Uhr – eine Stunde vor Jobs großer Rede – gingen die Apple Stores traditionell vom Netz.

In den Chats diverser Mac-Fans war das Gewusel groß und alle benahmen sich wie kleine Kinder an Weihnachten. Neue Macs, Mac OS X 10.5, iPhone, neue iPods… Die Wünsche waren groß. Per Live-Ticker wurden wir auf dem Laufenden gehalten und bei jedem Informationsschnipsel wurde kräftig diskutiert, auch einige Windows-Nutzer hatten sich in die Höhle des Löwen getraut. Einige Seiten waren dem Sturm nicht gewachsen und versagten grandios schon vor der Keynote.

WWDC

Über eine Stunde lang lieferte der bebilderte Liveticker minütlich die neuesten Informationen aus Kalifornien. Leider war die Entwicklerkonferenz nicht ganz das, was sich die Fans gewünscht hatten. Kein neuer iPod, kein iPhone und auch kein neuer Mac mini. Mit dem Mac Pro wurde zwar der bisher schnellste Mac aller Zeiten präsentiert, doch wie der Name schon sagt, ist dieser aufgrund des hohen Preises nicht unbedingt etwas für Normalverbraucher.

Auch das neue Mac OS 10.5 Leopard wurde vorgestellt, aber nur die wenigsten Neuerungen wirklich gezeigt, aufgrund der Tatsache, dass Microsoft sie noch schnell in das bald erscheinende Vista kopieren könnte. So wurde z.B. Time Machine, ein Programm, das dem Nutzer ohne Aufwand Backups erstellt und bei Bedarf so das System wieder rekonstruiert, sowie Spaces mit seinen virtuellen Desktops, präsentiert.

Der große Burner war allerdings nicht unter den Vorstellungen und diesmal gab es auch nicht das erwartete “One more thing..”, das normalerweise am Ende einer Keynote noch alle zu Ohnmachtsanfällen bringt. Wer die Keynote ganz erleben will, der sollte mal hier hinschauen, dort wird in einigen Stunden ein wohl vollkommen überlasteter Stream zu genießen sein. Dann werd ich mich jetzt weiter auf das neue Mac OS X freuen und hoffe, jemand freut sich über den neuen Mac Pro.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

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